Israelische Forscherinnen haben unl‰ngst die These belegt, dass mental l‰nger fit bleibt, wer mindestens zwei Sprachen beherrscht. Dabei ist es unerheblich, ob man mehrsprachig aufw‰chst oder eine Fremdsprache erst im Erwachsenenalter erlernt. So oder so wirkt das Beherrschen einer Zweitsprache dem geistigen Alterungsprozess entgegen.
Gitit KavÈ von den American Friends of Tel Aviv University hat zusammen mit ihren Kolleginnen eine Studie durchgef¸hrt, in deren Rahmen mehr als 800 Senioren zwischen 75 und 95 Jahren zu ihren Sprachkenntnissen befragt und anschlieflend einem kognitiven Test unterzogen wurden. Im Zuge der Auswertung s‰mtlicher Testergebnisse stellte sich heraus, dass jene Senioren geistig wesentlich aktiver waren, die neben ihrer Muttersprache noch mindestens eine weitere Sprache beherrschten.
Zwar r‰umte Gitit KavÈ im Hinblick auf die Testergebnisse ein, dass Mehrsprachigkeit kein Garant daf¸r sein kˆnne, definitiv vom geistigen Verfall verschont zu bleiben, doch das Beherrschen einer zweiten Sprache erhˆhe die Wahrscheinlichkeit, im Alter deutlich l‰nger mental fit zu bleiben. Hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Mehrsprachigkeit und geistiger Fitness f¸hrten die Forscherinnen eine weitere Untersuchung durch. Bei dieser gingen sie der Frage auf den Grund, ob nicht vielmehr eine gute Schulbildung die geistige Aktivit‰t im Alter bedinge. Im Ergebnis konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen einer guten Schulbildung und mentaler Fitness im Alter nachgewiesen werden. Auch jene Senioren, die in ihrer Jugend nicht in den Genuss einer besonderen Schulbildung gekommen waren, erwiesen sich als geistig sehr aktiv, sofern sie denn eine zweite Sprache beherrschten.
Das Erlernen einer Sprache, so Gitit KavÈ, sei also auf jeden Fall empfehlenswert, ganz gleich in welchem Alter man sich dazu entschliefle.
Viele Gr¸nde sprechen f¸r das Erlernen der englischen Sprache
Seit geraumer Zeit ist Englisch die Weltsprache schlechthin. Mt ¸ber 500 Millionen Menschen, die Englisch als Erst-bzw. Zweitsprache sprechen sowie bis zu einer Milliarde Menschen rund um den Globus, die Englisch als Fremdsprache erlernt haben, ist die Wahrscheinlichkeit, sich in einem fremden Land in eben dieser Sprache verst‰ndige zu kˆnnen, ¸beraus grofl.
Doch es ist gar nicht von Nˆten in die Ferne zu schweifen, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass die englische Sprache allgegenw‰rtig ist. Im Laufe der Zeit haben sich im Deutschen mehr und mehr Anglizismen eingeschlichen. Ob Telekom oder Deutsche Bahn, wer seinen Kunden den Eindruck zu vermitteln sucht, am Puls der Zeit zu sein, der l‰sst vom Deutschen ab und versteigt sich statt dessen aufs Englische. Dies kann man gutheiflen oder auch nicht, Fakt jedoch ist: Wer sich heute nicht mit der englischen Sprache auseinandersetzt, hat es im Alltag zunehmend schwerer, nicht zu letzt auch aufgrund der Tatsache, dass unser aller Leben mehr und mehr von technischen Kommunikationsmitteln, insbesondere vom Internet, gepr‰gt wird. Und die Sprache der modernen Technik ist nun mal Englisch.
Zwar sind heutzutage viel Deutsche des Englischen m‰chtig, doch vor allem Senioren, die im Rahmen ihrer Schulbildung kaum oder gar nicht mit Fremdsprachen in Kontakt gekommen sind, weil dem Erlernen einer zweiten Sprache zu jener Zeit nahezu keine Bedeutung beigemessen wurde, haben hinsichtlich des Zugangs zur englischen Sprache starken Nachholbedarf.
Des Weiteren empfiehlt sich das Erlernen des Englischen gerade f¸r ‰ltere Menschen, die nochmal etwas Neues ausprobieren mˆchten, ohne dabei Gefahr zu laufen, sich einem hoffnungslosen und damit frustrierendem Unterfangen auszusetzen. In der Tat h‰tte es wohl wenig Sinn, im Seniorenalter mit Chinesisch oder Japanisch anzufangen, wenn man sich Zeit seines Lebens nie mit Fremdsprachen auseinander gesetzt hat. Und auch eine Reihe europ‰ischer Sprachen sind aufgrund ihrer Grammatik ungleich schwerer als Englisch. Nat¸rlich l‰sst sich auch die englische Sprache nicht im Schlaf erlernen aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck des Ganzen, geht es doch schliefllich darum, sich einer geistigen Herausforderung zu stellen.